K–eine Atommeile–R
WIRD BALD AKTUALISIERT MIT FOTOS VON EXPONATEN
Wie immer, wenn was im Entstehen ist, ändert sich alles von Woche zu Woche. Aufgrund der schrecklichen Ereignisse in Japan ist die Ausstellung erstmal in den Hintergrund gerückt.
Und genau deshalb wird sich ihr Charakter wohl auch grundlegend ändern.
Worum geht's
Keine Mischung aus Geschichts– und Kunstausstellung mehr, sondern vielmehr eine Kunst– und Literaturausstellung.
Warum dieser Wandel? Es scheint momentan angesichts dieser Apokalypse fast banal, sich mit den Jahren des Protests zu beschäftigen. Die Zeit dafür wird bestimmt wieder kommen, jetzt ist die Zeit, aktuelles und vergangenes Grauen zuzulassen und aufzuarbeiten.
Die fertige Ausstellung wird sowohl im Innen–, wie auch im Außenbereich aufgebaut werden können. K–eine Meile–R als Spirale in einer Halle oder als Weg durch die Stadt.
Die gewandelte Grundidee
Die Anteilnahme der meisten Kernkraftgegner an den Geschehnissen in Japan ist überwältigend. Wir sind Zuschauer, wir sind hilflos, wir laufen mit unserer Empathie genauso ins Leere wie mit unserer Angst.
Ein möglicher Weg der Verarbeitung ist Leugnung und Verdrängung, ein anderer künstlerische Umsetzung. Neben vielen anderen.
Wer malen, dichten, schreiben kann oder auch nur will, beschenkt mit seinen Werken andere, die sich nicht so ausdrücken können, sich aber im Betrachten gespiegelt sehen.
Dieses gemeinsame Betrachten des Wahnsinns wird das Hauptanliegen der Ausstellung sein.
Und wenn die Wanderausstellung durch Bayern tourt, hilft sie mit, den endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie herbeizuführen.
Wer macht mit
Jeder, dem das Herz so voll ist, dass es überläuft, oder so schwer, dass es sich erleichtern muss.
Ich freu mich über jedes Bild, jede Installation, jedes Gedicht, jeden Text, jedes Video, jedes Transparent. Selbstverständlich nur als Leihgabe. Und wenn es geht: transportfreundlich bis VW–Bus–Größe.
Gegenständlich, abstrakt, absurd, naiv, großformatig, kleinkariert, hochkarätig. Wie auch immer. Mit Namen und Alter, mit Erläuterung, ohne alles. Wie auch immer.
Als verbindende Elemente strebe ich lange Transparente an. Jeder, der sich beteiligen will, gestaltet einen Streifen in beliebiger Breite und der Höhe von 1,40 m. Alle Transparentstücke, die ich bekomme, nähe ich zu einem großen Gemeinschaftswerk zusammen.
Bei einer Ausstellung ist es wie bei einer Demo. Nur wenn sich nicht jeder darauf verläßt, dass andere schon was machen, kommt etwas zustande.
Deadline
Um keine Ewigkeitsvision vor uns her zu schieben, sag ich mal, wir sollten so schnell wie möglich anfangen. Eine erste Fassung wird am 25.April anläßlich des Tschernobyl-Jahrestages auf der Mahnwache zu sehen und zu hören sein.
Sachspenden
Für den Aufbau bin ich auf der Suche nach alten Sonnenschirmen und Sonnenschirmständern, Campingtischen und –stühlen und Dachlatten.
Messebauer, die leider ständig Teppiche und irgendwelche Platten wegwerfen müssen, dürfen sich natürlich auch mit Hilfsmaterial melden.
Kontakt
Ihr könnt euch telefonisch bei mir melden oder via Mail:
Mira 09951–60 21 24
rosa.socke[at]gmx.de (Auch Mira, lasst euch von rosa nicht irre führen.)