Das zwanzigste Mal! Ungefähr 150 Teilnehmer vor dem Tor und 30 in Straubing

Franz Maget hat eine wunderschöne Rede gehalten und auch betont, dass wir nicht gegen die Mitarbeiter der Kernkraftwerke da stehen. Dem kann ich mich nur anschließen. Mit der Angst um die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes werden diese bei der Stange gehalten, obwohl es keinen Grund gibt, bei Abschaltung und jahrelangem Rückbau von Isar 1 darum zu fürchten. Es ist schwer für diejenigen, die fest in ein System verwoben sind, inneren Abstand einzunehmen und neu nachzudenken.
Vor jedem, der in unmittelbarer Nähe wohnt, und trotzdem den Mut hat, sich zu informieren und hinzuschauen, kann ich nur den Hut ziehen. Was wäre menschlicher, als angesichts eines Schreckens, dem wir meinen nicht auskommen zu können, diesen zu verleugnen.

Viele sind schon treu seit einem halben Jahr Montag für Montag da und zeigen, dass der Atomkonsens nicht ungestraft verlassen werden darf. Jetzt, wo die Tage wieder länger werden und wir unsere Gesichter wieder besser sehen, sollten wir uns bewusst machen, dass wir alle zusammen stehen. Von einer Aktion, die so lange durchhalten kann, geht eine Kraft aus, die wir noch für weitere Aktionen nutzen werden. Denen, die die Mutlosigkeit packt, kann ich nur sagen: Wir sind noch lange nicht am Ende unseres Widerstandes. So einfach lassen wir uns nicht verkaufen und verarschen. Übernächste Woche stell ich Euch zwei weitere Ideen vor, die noch einmal ganz anders auf das Thema aufmerksam machen können.